8. Juli 2004 in Hamburg Grosse Freiheit 36 - Bericht und Bilder zum Konzert

Große Freiheit 36 ist ein kleiner feiner intimer Konzertclub hier in Hamburg direkt auch an der gleichnamigen Straße. Nun zum dritten Mal innerhalb eines Jahres tauchte Steve diesmal wieder mit seiner Band auf, um für ein unvergessliches Konzert zu sorgen. Sehr pünktlich, wie man es auch von ihm gewohnt ist, begannen Steve und seine Mannen mit den Traffic Song „Pearly Queen“ zum Aufwärmen,  gefolgt von dem flotteren groovigen  „Different light“. Dieser Titel ist übrigens eins meiner Lieblinksstücke von seiner Letzten CD. Hier wurde alles mit einer Leichtigkeit vorgetragen, vor allem Steve`s schwarze gefühlvolle Stimme und sein Orgelspiel zeigten eine Harmonie, die schwer beschreibbar ist. Man muß so etwas live hören.

Steve Winwood und Band in HH 2004 01   Steve Winwood und Band in HH 2004 02  

Steve Winwood und Band in HH 2004 03

Mit „Cigano“ zeigt sich dann der Facettenreichtum von Steves schwarzen Gesang und seinem ausdrucksstarken Orgelspiel nur etwas ruhiger.

„Cant find my way home“  ließ alte Blind Faith Zeiten aufleben in ruhiger Athmoshäre.

Es folgte „Glad“, ein flotter Instrumentaltitel aus frühen Traffic-Zeiten, der die Stimmung wieder in Schwung brachte. „Freedom Rider” aus dem gleichen Zeitabschnitt war eine tolle Fortsetzung und eine gute Überleitung zu dem Song „Bully”. Dieser Song aus seiner neusten CD zeigt wieder sehr deutlich die geschlossene musikalische Einheit von Steve und seinen Mitmusikern.

„Who knows what tomorrow may bring”, ein besonders schöner alter Traffic-Titel wurde in leicht erneuerte Form vorgetragen. Man fühlte sich trotzdem in Traffic-Zeiten zurückversetzt. Den Umschwung brachte dann “Back in the high life again“ mit einem Mondolinensolo von Steve.

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Mit „Dear Mr. Fantasy“, wieder einem Traffic-Klassiker, zeigt sich Steve mit einem hervorragenden Gitarrensolo. Weiter konnte man bei den letzten beiden Songs die Multinstrumentalsfähigkeiten von Randall Bramblett erwähnen. Er lieferte die perfekte Orgelbegleitung.

In „The low spark of high heeled boys” glänzte Steve wieder an seinem Lieblingsinstrument der Orgel und der Gitarrist Jose Neto brachte ein Supersolo, daß zum Schluß sogar an Jimi Hendrix erinnerte, zumal Jose ein Fan von Hendrix ist.

Steve Winwood und Band in HH 2004 07  

Steve Winwood und Band in HH 2004 08

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Jetzt sollte Schluß sein mit dem Konzert, aber es wurde überschwänglich nach einer Zugabe verlangt und alle Musiker erschienen wieder und es ging dann mit „Why Can't we live together“  los und endete nun endgültig mit einer fetzigen Version von Steves Super-Hit aus Spencer Davis Group Tagen „Gimme some loving“. Hier drehten die Musiker noch mal so richtig auf, dass der Saal richtig vibrierte und kochte. Dann verabschiedete sich Steve mit seiner Band und alle gingen zufrieden nach Hause.

Ich versucht noch an den scheuen Steve heranzukommen, aber leider wurde ich durch die sintflutartigen Regenfälle dann doch daran gehinderte weiter zu warten. Er zeigte sich einfach nicht. Aber ich hoffe, es wird bald wieder mal ein Konzert geben hier in Hamburg.

Übrigens möchte hier an dieser Stelle der Geschäftsleitung Arne und Barbara von der Großen Freiheit 36 danken, daß ich diese Bilder und den Bericht realisieren konnte.

 

   

ChO